cross-of-the-dutchman-600Hinweis für Allergiker: Artikel kann Spuren von Kickstarter-Content enthalten. Kiloweise.

Drüben auf polyneux schrieb Arne einen Text über interessante Projekte, die es trotz Goldgräberstimmung im Schwarmfinanzierungs-Saloon äußerst schwer haben, die für die Realisierung notwendigen Summen aus den Kreditkarten der Spieler zu schälen. Er schrieb auch, es sei „die Aufgabe der zahlreichen (Spiele-) Blogs, auf die wirklichen Perlen bei Kickstarter hinzuweisen und einen Gegenpol zur einseitigen Berichterstattung der Großen zu entwerfen“.

Dann wollen wir mal: Cross of the Dutchman. Ich sah die betreffende Kickstarter Kampagne bereits Anfang Mai und winkte sie in Gedanken schnell als „wird vorzeitig finanziert“ durch. Populäres Genre inkl. herrlich unverbrauchtem Setting in Friesland (!), cooles Artwork, 16. Jahrhundert, Entwickler aus Friesland (!!) – was sollte da schief gehen? Doch weit gefehlt, Freunde, mittlerweile verbleiben nur noch 6 Tage bis Ablauf der Spendenfrist und aktuell steht man bei wackeligen $10.714 von $50.000.


Die Story vom verwüsteten Heimatdorf, der getöteten Ehefrau und dem einsamen Helden auf Rachefeldzug gewinnt zwar wahrlich keine Innovationspreise, basiert aber auf der friesischen Legende des Pier Gerlofs Donia und verspricht allerfeinste Massaker an Typen, die es wirklich, wirklich verdient haben. Die Entwickler (Triangle Studios) beschreiben ihr Spiel als „Action game with Adventure elements“, alte Genrehasen erfreuen sich an überzeichnetem Comicstil, geschmeidigen Animationen und wahren Heerscharen hart zu bestrafender Gegner. Ich! Will!! Es!!!


Natürlich ist mir klar, dass (m)ein kleiner Blogpost niemals auch nur ansatzweise den bisher fehlenden Betrag in die friesischen Kassen spülen kann. Und wird. Aber immerhin hast du jetzt schonmal etwas von Cross of the Dutchman gehört, kannst spenden, das Wort verbreiten oder weiterhin einfach nur das geile Wetter da draußen genießen.

Aber das mir dann keiner kommt und sagt, niemand hätte etwas gesagt.