We want to revive the forgotten cinematic platformer genre.
We want to pursue the tradition of Another World, Flashback, & Oddworld.
We want to lead the next generation of 2D, handcrafted pixel art.

Wer sowas sagt, gehört geliebt. Wer hochgradig detailverliebtes Pixelfest zu veröffentlichen verspricht, sowieso. Und versprochen wird einiges: Eine riesige, düstere Metropole (die mich direkt an Dynamix’ 1990er Klassiker Rise of the Dragon erinnert) zum Beispiel. Mitten in der Nacht, natürlich, und selbstredend getaucht in Neonlicht. Plattform-Action, Kopfgeldjäger-Business, Entscheidungen, die die Story nachhaltig beeinflussen. Umrahmt von schwülstiger, elektronischer Synthiemucke, die einem Kavinsky Tränen der Rührung in die Augen treibt. Details, Details, Details, ich erwähnte es, an allen Ecken und Enden. Geködert? Gut – nach dem Klick könnt ihr es in Bewegung sehen. Und hören. Und lieben.

The Last Night entstand ursprünglich 2014, als vergleichsweise kleines Flash-Spiel für itch.io’s Cyberpunk Jam. Fertiggstellt in nur 6 Tagen, reichten die Brüder Tim und Adrien Soret ihre Vision eines „short, moody, cyberpunk adventure game in the spirit of Flashback & Blade Runner“ ein, ohne allzu viel zu erwarten. Ergebnis: Rang #1 von 265, überschwängliches Lob und jede Menge Aufmerksamkeit. Schon zu diesem Zeitpunkt begeistern Design, Sound und Atmosphäre des Spiels, die angesprochene Version ist nach wie vor direkt im Browser spielbar.

Als Odd Tales arbeiten die Franzosen seitdem mit Freunden an der Fertigstellung dessen, was mit dem Gewinn der Cyberpunk Jam begann. Erscheinen soll The Last Night 2016 für PC, Mac und PS4, für 2015 ist eine Kickstarter-Kampagne vorgesehen. Mich haben die Jungs damit sowas von am Haken, bis auf weiteres bleibt aber nur, das hier zu bestaunen:

Spitze Klammer auf. Drei. Ganz egal, wie abgedroschen das ist!